In den vorangegangen Tagen haben wir uns vor allem mit dem UDP-Protokoll befasst, mit dem sich einfach und direkt Daten verschicken lassen. Die folgenden Tage werden wir uns mit dem TCP-Protokoll (Transmission Control Protocol) beschäftigen. TCP lässt immer nur eine Verbindung zwischen genau zwei Rechnern zu. Es kommt vor allem im Internet zum Einsatz wenn es ums Browsen auf Webseiten geht.
Hinter dem heutigen Türchen findet sich erneut ein Widerstand 1 kΩ (Braun, Schwarz, Rot). Wie auch bei allen anderen Bauteilen gilt: gut aufbewahren, auch wenn das Bauteil am heutigen Tag noch nicht zum Einsatz kommen wird.
Das Programm: Day8_TCPBrowser
Das Programm ähnelt in der Funktionsweise dem SoftwareSerial Programm vom ersten Tag, stellt allerdings unter anderem die WLAN-Verbindung beim Start selbständig her. So sparen Sie eine Menge Schreibarbeit und können schneller loslegen. Vergessen Sie nicht, die Daten Ihres Heimnetzwerks in das Programm einzutragen. Tippen Sie dann im Seriellen Monitor die folgende Befehlszeile ein:
AT+CIPSTART=“TCP”,“www.example.com”,80
Mit diesem Kommando stellen Sie eine TCP-Verbindung zu der Webseite www.example.com her. Der Port 80 ist der Standardport für HTTP-Anfragen. Nach der Bestätigung der Verbindung mit OK können Sie den nächsten Befehl eintippen, den Sie ja bereits kennen:
AT+CIPSEND=40
Sie wollen nun nämlich eine Nachricht über die eben hergestellte Verbindung schicken. Wenn Sie mit > dazu aufgefordert werden, einen Text einzugeben, tippen Sie zunächst
GET / HTTP/1.1
ein und drücken anschließen Enter. Das Enter erscheint nicht im Serial Monitor, aber das Modul hat es empfangen. Danach geht die Nachricht weiter mit:
Host:www.example.com
gefolgt von zweimal Enter. Zurück kommt ein langer Text. Der erste Teil ist die Antwort des Servers, der ein paar Informationen für den Browser enthält. Der Text nach <!document html> ist die Webseite, die Sie auch sehen, wenn Sie die Seite www.example.com direkt aufrufen, hier allerdings in reiner Textform. Ein Browser würde diesen Text nun interpretieren und in einer uns geläufigen Form darstellen.


Gruß
Roland